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Ursachen von Haarausfall bei Männern und Frauen

 

Haarausfall kann viele Gründe haben – und er betrifft Männer wie Frauen gleichermaßen. Oft liegt die Ursache im Zusammenspiel von Veranlagung, Hormonen und äußeren Einflüssen.

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Genetische Faktoren


Die häufigste Form ist der erblich bedingte Haarausfall. Bei Männern zeigt er sich meist durch zurückweichende Haarlinien oder kahle Stellen am Oberkopf. Frauen bemerken dagegen oft eine zunehmende Ausdünnung am Scheitel.

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Hormonelle Veränderungen


Hormone spielen eine zentrale Rolle beim Haarwachstum. Bei Frauen können Schwangerschaft, Stillzeit oder die Wechseljahre den Haarzyklus beeinflussen. Bei Männern wirkt sich vor allem das Hormon Dihydrotestosteron (DHT) auf die Haarfollikel aus.

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Stress und Lebensstil


Anhaltender Stress, Schlafmangel, Rauchen oder eine unausgewogene Ernährung können den Haarwuchs erheblich stören. Auch starke Gewichtsabnahmen oder bestimmte Diäten wirken sich oft negativ aus.

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Krankheiten und Medikamente


Schilddrüsenerkrankungen, Eisenmangel, Infektionen oder Autoimmunprozesse können Haarausfall begünstigen. Auch manche Medikamente, z. B. zur Blutdrucksenkung oder Chemotherapien, haben Einfluss auf die Haare.

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Äußere Belastungen


Chemische Behandlungen, Hitze-Styling, enge Frisuren oder aggressive Haarpflegeprodukte können die Haare zusätzlich schwächen.

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👉 Wichtig: Haarausfall hat viele Gesichter. Eine genaue Diagnose ist entscheidend, um die richtige Behandlung zu finden – egal ob Haartransplantation, PRF, Hairfiller oder medikamentöse Therapien.

Rezeptoren an den Haarwurzeln

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Steuerzentrale für Haarwachstum und Haarausfall

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Die Haarwurzel ist ein hochsensibles Organ. Sie besitzt zahlreiche Rezeptoren, die wie Schalter wirken: Sie nehmen Signale von Hormonen, Vitaminen und Botenstoffen auf und entscheiden so, ob ein Haar wächst, ruht oder ausfällt.

Androgenrezeptoren

  • Schlüsselrolle beim erblich bedingten Haarausfall.

  • Das Hormon Dihydrotestosteron (DHT) bindet daran und schwächt die Haarwurzel – Haare werden feiner, bis sie schließlich verschwinden.

Östrogenrezeptoren

  • Östrogene wirken schützend auf die Haarwurzel.

  • In der Schwangerschaft oft dichteres Haar, in den Wechseljahren durch sinkende Östrogenspiegel verstärkter Haarausfall.

Cortisolrezeptoren (Stressrezeptoren)

  • Chronischer Stress erhöht den Cortisolspiegel.

  • Über die Rezeptoren in der Haarwurzel kann Cortisol Entzündungen fördern und den Haarzyklus verkürzen.

Wachstumsfaktor-Rezeptoren

  • Haarfollikel besitzen Bindungsstellen für Faktoren wie VEGF, IGF-1 oder FGF.

  • Diese fördern Durchblutung, Nährstoffversorgung und Regeneration.

  • Therapien wie PRF oder Hairfiller wirken über diese Signalwege.

Prostaglandin-Rezeptoren

  • Manche Prostaglandine (z. B. PGDâ‚‚) fördern Haarausfall, andere (z. B. PGEâ‚‚) regen Wachstum an.

  • Forschung versucht, diese gezielt zu steuern.

Vitamin- und Mineralstoff-Rezeptoren

  • Wichtig ist u. a. der Vitamin-D-Rezeptor, der am Haarzyklus beteiligt ist.

  • Auch Biotin (Vitamin B7) spielt eine zentrale Rolle: Es ist als Coenzym für den Stoffwechsel der Haarwurzel notwendig.

  • Fehlt Biotin, werden Haare brüchig und können leichter ausfallen.

Schönheit

Behandlungen

1

Eigenbluttherapie ( I-PRF)

Die I-PRF-Therapie nutzt körpereigenes Blutplasma, das reich an Wachstumsfaktoren und Stammzellvorstufen ist. Durch Injektionen in die Kopfhaut können Haarfollikel stimuliert, die Durchblutung verbessert und das Haarwachstum unterstützt werden – auf natürlicher Basis und ohne chemische Zusätze.

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2

Hyaluron Injektion

Hyaluronsäure wird direkt in die Kopfhaut injiziert, um die Feuchtigkeit zu verbessern und das Gewebe zu regenerieren. Dadurch können Haarfollikel besser versorgt, die Kopfhaut revitalisiert und das Haarwachstum unterstützt werden

3

Dutasterid Injektion

Dutasterid hemmt gezielt die Umwandlung von Testosteron in DHT, das für den erblich bedingten Haarausfall verantwortlich ist. Durch die lokale Injektion in die Kopfhaut wird der Wirkstoff direkt an den Haarfollikeln wirksam und kann das Fortschreiten des Haarausfalls effektiv bremsen.

4

Biotin-Injektion

Biotin, auch bekannt als Vitamin B7, spielt eine wichtige Rolle für den Stoffwechsel von Haar- und Hautzellen. Durch gezielte Injektionen in die Kopfhaut kann die Nährstoffversorgung der Haarfollikel verbessert und das Haarwachstum unterstützt werden.

5

Stammzelltransplantation

Aus körpereigenem Fettgewebe wird die sogenannte stromal-vaskuläre Fraktion (SVF) mit Stammzellvorstufen gewonnen. Diese Zellen werden in die Kopfhaut injiziert, wo sie die Regeneration des Gewebes fördern, die Durchblutung verbessern und die Aktivität der Haarfollikel unterstützen können.

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